• Blick in das bilinguale Klassenzimmer

      • Die Kinder lernen nicht Englisch, um etwas zu tun – sie benutzen Englisch, um etwas zu lernen.

        Im Schulalltag ergeben sich immer wieder passende Möglichkeiten ein „Sprachbad“ zu nehmen. In den Fächern Kunst, Musik, Sport sowie in Mathematik oder Heimat- und Sachunterricht wird Englisch gezielt dort als Unterrichtssprache eingesetzt, wo es sich für die Kinder anbietet.

         

        Dabei steht immer das Sachfach im Mittelpunkt. Die englische Sprache ist das Medium, mit dem Kompetenzen und Inhalte des Sachfachs vermittelt werden. Es geht also nicht darum, die Sprache „Englisch“ als solche zu lernen, die Sprache unterstützt das fachliche Lernen.

         

        Der Unterricht folgt dabei dem regulären Stundenplan. Die Lehrkraft entscheidet, welche Unterrichtsphasen sich für den Einsatz der englischen Sprache eignen. Besonders hilfreich sind Inhalte, die sich durch Bilder, Gegenstände, Bewegungen, Gestik und andere „Scaffolds“ anschaulich vermitteln lassen.

        So wird Englisch ganz selbstverständlich Teil des Schulalltags.

        • Morning Circle

        • Der Morgen beginnt mit Englisch: Die Kinder begrüßen sich mit bekannten Liedern und Reimen, tauschen sich darüber aus, wie es ihnen geht, und sprechen über Datum, Wetter und den bevorstehenden Schultag.

          Aus kleinen, regelmäßig wiederkehrenden Gesprächsanlässen entstehen feste sprachliche Routinen – und die Kinder erleben Englisch als natürliche Sprache des gemeinsamen Schulalltags.

        • Rituals

        • Auch im Schulalltag gibt es zahlreiche Gelegenheiten für Englisch: beim Begrüßen, bei Geburtstagen oder bei wiederkehrenden Klassenritualen.

          Viele dieser Routinen werden bewusst sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch gepflegt. Die „Classroom Language“ wird dabei schnell vertraut: Can I go to the toilet?, I need a pencil., Please work with your partner.– Sprache, die die Kinder tatsächlich brauchen und verwenden.

        • Maths

        • Schon die Aufwärmphase einer Mathestunde lässt sich auf Englisch gestalten. Die Kinder zählen, rechnen, vergleichen Zahlen oder beschreiben Formen mit bekannten englischen Begriffen.

          Dabei bleibt die fachliche Sicherheit immer im Blick: Neue mathematische Fachbegriffe werden auch auf Deutsch gesichert. Sobald Begriffe und Inhalte vertraut sind, kann Englisch wieder stärker als Unterrichtssprache eingesetzt werden.

          So wird mathematisches Wissen gefestigt – und gleichzeitig in einem neuen sprachlichen Kontext angewendet.

        • Around the world - Sachunterricht

        • Viele Themen des Heimat- und Sachunterrichts eröffnen spannende Möglichkeiten für bilingualen Unterricht. Besonders bei anschaulichen Themen und Projektarbeiten kann Englisch ganz selbstverständlich einfließen.

          Bilder, Karten, Gegenstände, Experimente und gemeinsame Aktivitäten helfen dabei, Inhalte auch in englischer Sprache verständlich zu machen.

          Die Kinder lernen dabei nicht nur etwas über die Welt, sondern erfahren gleichzeitig: I can learn about the world in English!

        • Art

        • Colours, shapes and materials gehören oft zu den englischen Begriffen, die viele Kinder bereits kennen. So kann Englisch ganz selbstverständlich in den Kunstunterricht integriert werden.

          Choose a colour. Draw a circle. Cut it out. Glue it on your paper

          Durch die Verbindung mit Mathematik oder Sachunterricht werden bereits bekannte englische Begriffe immer wieder aufgegriffen und in neuen Zusammenhängen verwendet.

        • Music

        • Musik verbindet Sprache und Bewegung auf besonders natürliche Weise. Die Kinder singen bekannte englische Lieder, begleiten sie mit Instrumenten oder verändern gemeinsam Liedtexte.

          Besonders spannend wird es, wenn die Kinder selbst kreativ werden: Sie nutzen bereits erworbenes englisches Sprachmaterial, experimentieren mit Wörtern und Rhythmen und gestalten daraus ihre eigene Version eines Liedes.

        • P.E.

        • Im Sportunterricht wird Englisch direkt mit Bewegung verbunden. Ein Kind übernimmt beispielsweise die Rolle des „Commanders“ und gibt den Mitschülerinnen und Mitschülern einfache Anweisungen:

          Stand up! Jump! Turn around! Touch your toes!

          Die Sprache wird unmittelbar verstanden, weil sie mit einer Handlung verknüpft ist. „Listen – understand – move“: So wird Englisch nicht nur gehört, sondern erlebt.