Bilinguale Grundschule
Elterninfos
Lernen in zwei Sprachen – häufige Fragen
Die Teilnahme am bilingualen Unterricht ist freiwillig. Der bilinguale Zug wird aufsteigend von der 1. bis zur 4. Jahrgangsstufe geführt.
Dabei ist eines besonders wichtig: Englisch ist Unterrichts- und Arbeitssprache, nicht nur Lerngegenstand.
Die Kinder lernen weiterhin nach dem regulären Lehrplan. Englisch wird dabei in geeigneten Unterrichtsphasen verschiedener Fächer eingesetzt – beispielsweise in Mathematik, Heimat- und Sachunterricht, Kunst, Musik oder Sport.
Muss mein Kind schon Englisch können?
Nein. Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung für die Teilnahme am bilingualen Unterricht.
Die Kinder wachsen Schritt für Schritt in die englische Sprache hinein. Sie hören zunächst viel Englisch, verstehen zunehmend vertraute Wendungen und beginnen nach und nach, selbst englische Wörter und Sätze zu verwenden.
Dabei helfen Bilder, Gestik, Bewegungen, Gegenstände und wiederkehrende sprachliche Rituale. So können die Kinder Inhalte verstehen, auch wenn ihnen einzelne englische Wörter noch unbekannt sind.
Wird dann alles auf Englisch unterrichtet?
Nein. Bilingualer Unterricht bedeutet nicht, dass ein Fach vollständig auf Englisch stattfindet.
Die Lehrkraft entscheidet pädagogisch, welche Themen, Aufgaben und Unterrichtsphasen sich für den Einsatz der englischen Sprache eignen. Dabei wird immer darauf geachtet, dass die fachlichen Inhalte sicher verstanden werden.
Die im Lehrplan vorgesehenen deutschen Fachbegriffe werden selbstverständlich gesichert. Genau diese Verbindung von fachlichem Lernen und Sprachlernen ist ein wesentlicher Bestandteil des bilingualen Konzepts.
Ist bilingualer Unterricht schwieriger?
Bilingualer Unterricht stellt die Kinder nicht vor „doppelte Arbeit“. Vielmehr begegnen ihnen vertraute Inhalte in einem zusätzlichen sprachlichen Kontext.
Die wissenschaftliche Evaluation des bayerischen Schulversuchs zeigte, dass Kinder bereits ab der ersten Klasse erfolgreich in zwei Sprachen lernen können. In den untersuchten Fächern Deutsch und Mathematik lagen ihre Leistungen mindestens auf dem Niveau der Regelklassen. Seit dem Schuljahr 2020/21 wird das bilinguale Angebot regulär fortgeführt.
Was bringt meinem Kind der bilinguale Unterricht?
Bilingualer Unterricht eröffnet Kindern die Möglichkeit,
- Englisch ganz selbstverständlich und regelmäßig zu hören und zu verwenden,
- Sprache unmittelbar mit konkreten Handlungen und Inhalten zu verbinden,
- Vertrauen in die eigenen sprachlichen Fähigkeiten zu entwickeln,
- früh Freude an weiteren Sprachen und Kulturen zu gewinnen,
- Englisch nicht nur als Unterrichtsfach, sondern als echtes Kommunikationsmittel zu erleben.Und was passiert im ganz normalen Schulalltag?
Sehr viel mehr, als man vielleicht denkt.
Ein „Good morning!“ an der Klassenzimmertür, ein „Can you help me?“ im Unterricht, ein englischer Arbeitsauftrag in Mathematik, ein Lied im Musikunterricht oder ein „Turn around!“ im Sportunterricht – viele kleine Situationen ergeben im Laufe eines Schultages ein kontinuierliches sprachliches Angebot.
So wird Englisch Schritt für Schritt zu einem selbstverständlichen Teil des Schulalltags.
Weitere Informationen
Mehr über das Konzept der Bilingualen Grundschule Englisch in Bayern, die wissenschaftliche Begleitung und die Erfahrungen von Eltern, Kindern und Lehrkräften finden Sie bei der Stiftung Bildungspakt Bayern: